Heeresstraße/Pressig
Wiederbewaldungsparcours

Seit nunmehr drei Jahren kämpfen Waldbesitzende gegen die katastrophalen Auswirkungen der rasanten Verbreitung des Buchdruckers und Kupferstechers im Frankenwald. Allen voran ist die Wiederaufforstung der nun kahlen Flächen eine Mammutaufgabe, die es anzunehmen gilt.

Deshalb ist es wichtig, nach ansprechenden, finanzierbaren aber auch umsetzbaren Lösungen zu suchen. Bei der weitreichenden Entscheidung, welche Baumarten, Verfahren und Pflanzverbände bei der Wiederbewaldung gewählt werden, soll der sogenannte Wiederbewaldungs-Parcours an der Heeresstraße bei Pressig helfen. Hier können sich Interessierte verschiedene Varianten der Wiederbewaldung von der Saat über die Vollpflanzung bis zu Teilpflanzungen vor Ort ansehen.

Borkenkäferkalamität im Frankenwald

Der Sommer 2017 war aus klimatischer Sicht ein denkwürdiger. Er brachte nicht nur große Hitze, sondern war insbesondere in Nordbayern von langanhaltenden Trockenphasen geprägt. In der Folge wiederholte sich dieses Klimaphänomen mehrfach innerhalb weniger Jahre. Dies führte zu einer der augenscheinlichsten Auswirkungen des Klimawandels in unserer Region: Einen bisher nie dagewesen Befall der Fichten durch die Borkenkäferart Buchdrucker.

Diese klimatischen Veränderungen setzen der für den Frankenwald prägenden Baumart, der Fichte, stark zu. Insbesondere das Zusammenwirken zweier Faktoren verursacht seitdem das Waldsterben von historischem Ausmaß:

Hitze und Borkenkäfer

Borkenkäfer auf FichtenrindeZoombild vorhanden

Buchdrucker mit typischen Fraßbild in der Fichtenrinde

Auf einer Seite steht die Hitze in Verbindung mit gravierenden und langanhaltenden Trockenphasen, die zu Trockenstress und Vitalitätsverlusten bei der Fichte führen und sie anfälliger für Pathogene und Schädlinge machen. Auf der anderen Seite steht der Hauptschädling der Fichte, der Buchdrucker (Ips typographus), welcher von den aufgeführten klimatischen Bedingungen profitiert und sich schneller und dadurch auch häufiger vermehrt. Der Käfer kann sich in die Rinder der Fichten bohren und bei entsprechend starkem Befall diese zum Absterben bringen.

Informationen zum Borkenkäfer und zur Bekämpfung

Möglichkeiten der Wiederbewaldung

MenschengruppeZoombild vorhanden

Eröffnung des Wiederbewaldungsparcours

Um der Ausbreitung der Schädlinge, sowie der weiteren Schädigung vitaler Waldbestände entgegenzuwirken, war und ist man gezwungen die von den Borkenkäfern befallenen Bäume einzuschlagen und zu entnehmen. In diesem Zuge entstanden große Kahlflächen, die wieder aufgeforstet werden müssen. Die Schadflächen stellen alle Beteiligten vor große Herausforderungen bei der Wiederbewaldung. Das Ziel in unserer Region sind strukturreiche Mischwälder aus unterschiedlichen Laub- und Nadelhölzern. Diese sind besser an die vorherrschenden Bedingungen angepasst und lassen stabile Bestände erwarten.

Wiederbewaldungsparcours

Bei der weitreichenden Entscheidung, welche Baumarten, Verfahren und Pflanzverbände bei der Wiederbewaldung gewählt werden, soll der vor Ihnen liegende Parcours helfen. Er veranschaulicht verschiedene Varianten, die auch die unterschiedlichen ökonomischen, sozialen und ökologischen Zielsetzungen der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer berücksichtigen.

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Zu den verschiedenen Varianten:
Die Links zu den verschiedenen Varianten sind in Kürze verfügbar.

Lageplan des Waldumbauparcours

Wegbeschreibung:
Ab Förtschendorf:
In Förtschendorf auf Höhe des Feuerwehrhauses auf den Schützengrund abbiegen und diesem ca. 1800 Meter bis zu den Hochspannungsleitungen an der Alten Heeresstraße folgen.

Ab Hirschfeld:
In Hirschfeld auf Himmelreich abbiegen und Richtung Süden fahren, bei dem Solarfeld links halten und dem Weg weitere 1000 Meter folgen.

Haben Sie Schäden an den Kulturen oder Zäunen entdeckt?
Dann schicken Sie bitte eine Nachricht an uns. Wir sind dankbar für Ihre Mithilfe.
E-Mail: epost-stadtsteinach@aelf-ck.bayern.de

Weitere Informationen und Ansprechpartner