Fortbildung zum Thema Wald und Klimawandel
von Ulf Felgenhauer

Gruppenbild im Wald aller Teilnehmerinnen der Fortbildung

Wie kann man Schülerinnen und Schülern möglichst anschaulich den Klimawandel erklären? Mit dieser Frage haben sich zehn Grundschullehrerinnen und -lehrer aus Ludwigsstadt, Nordhalben und Marktrodach während einer Fortbildung des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Coburg-Kulmbach im Jugendwaldheim Lauenstein beschäftigt.

Das Jugendwaldheim Lauenstein ist eine Bildungseinrichtung der Bayerischen Forstverwaltung. Bereits seit 1990 bietet es Schülern und Lehrern die Möglichkeit eine Woche im Wald zu erleben. Schüler von der 3. bis zur 12. Jahrgangsstufe können hier den Wald hautnah mit allen Sinnen erleben, forstliche Arbeiten ausprobieren und sich richtig viel bewegen. Für seine waldpädagogische Arbeit wurde das Jugendwaldheim auch mit dem Qualitätssiegel Umweltbildung.Bayern. ausgezeichnet. Für Multiplikatorengruppen bietet dass Jugendwaldheim auch Fortbildungen zu verschiedensten Waldthemen an. Melden sie sich gerne bei uns und vereinbaren Sie einen Termin mit uns!

Frau kniet auf Boden und ordnet Holzklötzchen auf einem braunen runden Teppich an.
Wie man zum Beispiel die Problematik des Kohlenstoffdioxids aus fossilen Energieträgern für die Erwärmung des Klimas anschaulich und greifbar machen kann, zeigte Försterin Melanie Schwarzmeier zu Beginn anhand des sogenannten Klötzchenspiels. Dabei wird der Weg des Kohlenstoffdioxids auf der Erde gemeinsam vereinfacht und symbolisch nachgespielt.

eine Holzbank mit Tassen und einem großen Topf voller Fichtennadeltee vor einem Lagerfeuer

Wie schmeckt Fichtennadeltee?
An der Pulswinkelhütte im Wald wurde am Lagerfeuer gemeinsam Fichtennadeltee gekocht, um den Minustemperaturen etwas Aufwärmendes entgegenzusetzen. Mit verschiedenen Aktionen veranschaulichte Försterin Melanie Schwarzmeier den 10 Teilnehmern die Probleme, die durch den Klimawandel im Wald entstehen. Voller Elan und Begeisterung ließen sich alle auf die unterschiedlichen Aktionen ein, sie bauten aus Naturmaterialien Phantasiebäume, die besser an die Probleme angepasst sind oder versuchten als „Strippenzieher" aus Politik, Wirtschaft und den Bürgern, das Problem gemeinsam zu lösen. Nach anfänglicher Skepsis probierten alle mutig den Fichtennadeltee und fanden ihn überraschend lecker.

Teilnehmerinnen kosten Fichtennadeltee, sie stehen dabei ums Lagerfeuer

Fichtennadelteeverkostung

Teilnehmerinnen laufen auf der Wiese

Alles im Eimer

Teilnehmerinnen haben im Wald aus Naturmaterialien Phantasiebäume gebaut

Phantasiebäume

Frauen bei Kerzenschein an einem Tisch in der Hütte. Sie dichten für ihre Aufgabe.

Aufwärmen in der Pulswinkelhütte
Beim "Besser-Rap" schließlich sollten die Lehrerinnen in Teams zu vorgegebenen Themen, wie z. B. "Wohin geht´s im Urlaub? oder "Wo kaufst du ein?" ein Gedicht, einen Rap oder ein Lied dichten und dabei zur Nachhaltigkeit anregen. Auf die Melodie von "Theo, wir fahr´n nach Lodz" wurde so die neue Version "Theo, wir fahr´n nach Ludscht!" gereimt. Die Sängerinnen regten an, auch mal Urlaub in der Heimat zu machen, So hält man den ökologischen Fußabdruck klein und viel zu sehen und zu erleben gibt es obendrein.